

Waldwanderung von Hofkirchen nach Hart
Hofkirchen/Mallersdorf-Pfaffenberg.
(al) Erstmals gingen die Arbeitsgemeinschaft Naherholung Mittleres Labertal und
der Obst- und Gartenbauverein Hofkirchen mit einer gemeinsamen Unternehmung an
die Öffentlichkeit, und zwar in Form einer Familienwanderung aus Anlass der
,,Woche des Waldes“. Nahezu 40 Interessierte nahmen teil.
Treffpunkt
war bei den Sportanlage in Hofkirchen. Unter der Führung von Forstamtmann
Hermann Albertskirchinger ging es auf Schusters Rappen, einige Teilnehmer hatten
auch ihr Rad mitgebracht, in Richtung Fernmeldeturm. Förster Albertskirchinger
erklärte zunächst die Struktur des Staatswaldes Hofkirchen mit seiner Gesamtgröße
von 550 Hektar. Das Revier Hofkirchen gehört zum Forstamt Mitterfels.
Auch
die Betriebsausführung in den Gemeinde- und Kirchenwäldern gehört zu seinem
Aufgabenbereich. Unmittelbar nach dem Waldbeginn zeigte Albertskirchinger die
vor einiger Zeit geschaffenen Teiche auf, welche im Winter bevorzugt um
Eisstockschießen dienen. Im Sommer präsentierten sich diese Wasserflächen als
Biotope. Weiter ging es zu einer Streuobstwiese, und dann erklärte der Förster
die vor einigen Jahren mit Wildkirschen angelegte Fläche, welche ursprünglich
ein Acker war. Überhaupt bildete ein Schwerpunkt der Erläuterungen von Förster
Albertskirchinger die naturnahe Waldbewirtschaftung. Wichtig ist, dass man auf
sogenannte Reinbestände verzichtet. Mischbestände mit standortgerechten
Baumarten sind gefragt, und außerdem sollen seltene Baum- und Straucharten gefördert
werden.
Auch auf das Thema Waldverjüngung kam der Förster zu
sprechen. Durch die Wahl standortgerechter Baumarten wird der Grundstein dafür
gelegt, dass ein Waldbestand die kommenden 100 bis 250 Jahre gesund und stabil
überstehen kann. Standortgemäße Altbestände werden nach Möglichkeit durch
natürliche Ansamung verjüngt. Durch die Entnahme eines Teiles der Bäume wird
das Kronendach unregelmäßig aufgelockert. Der vermehrte Licht- und Wärmeeinfall
regt die Samenbildung der Bäume und das Keimen der Samen an. So kann sich
bereits unter dem Schirm der Altbestände eine neue Waldgeneration entwickeln.

Auf einmal zog er einige Krebse heraus, welche die Kinder bis dahin noch nicht gesehen hatten; Groß war das Gejohle, wenngleich sich dann doch keiner traute, eines der zappelnden Tiere anzufassen. Damit es für die Kinder weiter spannend blieb, war die Quelle ,,Rattenbrunn“ die nächste Station. Diese wurde vor Jahren vom Forstamt Mitterfels gefasst, und jetzt sprudelt aus einem Felsen vom Hirschenstein köstliches Wasser. Den Kurzaufenthalt im Schatten der großen Bäume nutzte der Förster für ein Quiz mit den Kindern. Über den großen Fernmeldeturm ging es in Richtung Hart, wo eingekehrt wurde.