Suco – ein neuer Name am Schlagerhimmel der volkstümlichen Musik

 

Allen Unkenrufen zum Trotz  weist die volkstümliche Musik nach wie vor eine immens große Anhängerschaft auf. Die anfänglich als  Volksmusik bezeichnete Richtung hat sich in Richtung „volkstümlicher Schlager“ weiterentwickelt und in dieser Branche gibt es keinen Stillstand, was nicht zuletzt die Verkaufszahlen einschlägiger Größen wie Hansi Hinterseer,  Kastelruther Spatzen usw. beweisen.

Bis vor einem Jahr noch relativ unbemerkt, etablierte sich inzwischen ein neuer Name am Volksmusikhimmel, nämlich Suco, der singende Wirt aus Mallersdorf-Pfaffenberg.

Jeder der ihn kennt, spricht ihn mit Suco an, obwohl er mit bürgerlichem Namen Heinz Girgner heißt. Eine musikalische Ader bewies er schon in jungen Jahren.

Ernsthaft beschäftigte sich Suco mit dem Singen seit der Übernahme der Bahnhofsgastwirtschaft in Mallersdorf im Jahre 1984. Suco sang bei den verschiedensten Feiern für seine Gäste, jedoch immer in dem kleinen Rahmen seines Wirtshauses.

Im September 1999 produzierte der inzwischen 53-Jährige seinen ersten Song. „Mein Enkel“ lautete der Titel, den er selbst komponiert und getextet hat und den er im Studio von Florian Fahrner aufnahm. Mit diesem Lied hatte er beim Bogener Volksfest seinen ersten Auftritt. Mit diesem Lied zeigte sich Suco von der nachdenklichen Seite. Mit „Mein Enkel“  legte sehr viel Gefühl in die Interpretation und das Debüt konnte man als vollauf gelungen bezeichnen. Ein weitere Aufnahme, nämlich „Oma, wenn i Di net hätt“ ließ nicht lange auf sich warten. Damit ist er auch auf der Stammtisch CD von Radio AWN vertreten. Überhaupt hat er im Lokalradio AWN und speziell in Charly Sipmeier Förderer gefunden, die ihm den Einstieg in diesen heiß umkämpften Markt sehr erleichtert haben.

Suco, das immer fröhliche Energiebündel aus Mallersdorf-Pfaffenberg hat zwischenzeitlich eine richtige Fan-Gemeinde, die ihn auf dem Weg nach oben unterstützt und zu seinen Auftritten begleitet. So waren seine Fans natürlich dabei, als sich vor einigen Wochen beim „Namenskollegen“ aus Elisabethszell, dem „Singenden Wirt“ Stefan Dietl die Volksmusikstars aus unserem „Gäu“ zu einem lustigen Musik-Abend trafen.

Auch Suco ist sich bewußt, das die volkstümliche Musik manchmal in der Kritik steht. Er hat dazu seine eigene Meinung, die da  lautet: „Bei allen Problemen der Menschen heute ist es für mich mehr als legitim, ruhig einmal ein bißchen heile Welt zu vermitteln“. Diese Philosophie ist sicherlich nicht verkehrt. Mit Liedern und zudem einer unverwechselbaren Stimme anderen Menschen eine Freude bereiten, was ist daran schon verkehrt?

Übrigens, der nächste Auftritt von Suco steht schon fest. Beim „AWN-Wintertraum“ am 10. Dezember im Theater am Hagen in Straubing ist der sympathische Wirt mit seinem neuesten Werk vertreten, nämlich „Weihnachten, Weihnachten“. Mit dabei an diesem Abend, der erneut zu einem Schmankerl für alle Volksmusikfreunde werden dürfte, ist auch Axel Becker (u.a. „Schlaf in meinen Träumen ein“), der ja seit rund drei Jahren Dauergast in den diversen Volksmusiksendungen des ZDF und der ARD ist.

Vielleicht sehen wir ja eines Tages unseren Suco auch auf der Mattscheibe. Zu gönnen wäre es dem „Singenden Wirt“ aus Mallersdorf-Pfaffenberg, der inzwischen Spaß an diesem Metier gewonnen hat und von dem wir noch mehr erwarten dürfen.

 Alois Lederer    11/2000